Die lustige Hanffibel von 1942

Die lustige Hanffiebel 1942

Herausgegeben vom Reichsnährstand Berlin 1942 Preis Stck. 0.99 RM

Einleitung
Das deutsche Volk ist in der Welt
vornehmlich auf sich selbst gestellt.
Zu oft getäuscht ward sein Vertrauen,
auf fremde Hilfe nur zu bauen.
Was heutes leistet, was es schafft,
verdankt es seiner eignen Kraft,
und diese Kraft wächst urgesund
aus deutschem Geist und deutschem Grund.

Jedoch der deutschen Scholle Schoß
schenkt nicht allein die Nahrung bloß.
In großer Menge spendet sie
auch Rohstoff für die Industrie.

Zu solchem Rohstoff, hoch an Wert,
auch unser guter Hanf gehört!
Was er erbringt, wo man ihn baut,
und was man macht aus seiner Haut,
was man beim Anbau muß verstehen,
kann man aus dieser Fibel sehen.

Erzeugnisse des Hanfbauens

Die Pflanze Hanf, groß und gewaltig,
ist in der Leistung vielgestaltig,
sie wächst ja höher als ein Mann
recht schnell und üppig auch heran.
Aus ihrem Leib, dem unversehrten,
sind alle Teile zu verwerten:
Der Faserstrang, der Same glatt,
der Holzteil und das schmale Blatt.
Ein jedes Stück ist angetan,
zu dienen dem Vierjahresplan!

Der Same, immer hoch an Wert,
zunächst das Saatgut uns beschert,
auch wird verzehrt als Lieblingsspeise
besonders gern er von der Meis,
denn ist von Hanf ihr Kröpfchen voll,
wird laut ihr Lied und liebestoll.

Den Holzteil dieser großen Pflanze
soll man nicht schlagen in die Schanze,
aus ihm läßt leicht sich fabrizieren
Belag, um Böden zu garnieren.
Auch liefert er Papier und Pappe
und Leichtbaustoff und Wandattrappe
auch kann aus ihm als weitre Sachen
Holzzucker man und Holzgas machen.

Jedoch das all verblaßt sehr weit
vor seiner Faser Brauchbarkeit.
Nur selten ist ein Seil zerronnen,
das aus dem Hanf zurechtgesponnen.

Wer Wäsche seilt bei Wind und Wettern,
wer mit dem Bergseil hoch will klettern,
wer weben will und feste binden,
wer segelt unter starken Winden,
wer mit dem Tau am Kai hantiert,
wer mit dem Strick den Bullen führt,
wer Pferde muß mit Lasso fangen,
wer will, daß Fisch‘ im Netze hangen,
wer mit dem Schlauch bekämpft die Brände,
wer baumelt an des Schwimmgurts Ende,
wer auf Strickleitern klettert steil,
wer tanzt und turnt hoch auf dem Seil,
wer in dem Boxring, arg zerhauen,
sich retten muß zu Seil und Tauen,
wer abseilt tiel in finstre Schächte –
der nehme nur die
Hanfgeflechte !

Auch friedlicheres läßt sich spinnen
und aus dem Faserhanf gewinnen,
zum Beispiel: Teppich für die Wohnung
und Riemen für des Bauches Schonung.
Kommt’s Wochenend im Waldesschatten,
träumt es sich schön in Hängematten,
liegt man allein so fern der Welten,
am Flußes Strand in kühlen Zelten,
wenn gegen Neugier, Sonn‘ und Wind
sie dicht aus Hanf gewebet sind.

Hanf gibt auch Drillich, Wäsche, Tücher,
und starken Einband für die Bücher,
auch Barchent, Gurte, Plane, Säcke —
Ein Hanfgewebe kaum verschleißt,
ein fester Hanfstrick nie zerreißt!

Vorbereitung des Hanfbauens

So ist der Hanf es also wert,
daß man im Anbau ihn vermehrt,
zumal die Faser und der Samen
bisher meist aus dem Ausland kamen,
obwohl der Hanf auch allezeit
auf unserer Scholle gut gedeiht,
denn noch vor sechzig Jahren trug
der deutsche Boden Hanf genug ‚)

So ist uns Hanf kein fremder Gast,
man pflanze ihn, wohin er paßt!
Doch sei, soll der Ertrag genügen,
die Vorbereitung recht gediegen.
Der Hanfbau ist gewiß nicht schwer,
jedoch er geht nicht nebenher.
Du mußt ihn, soll er dich erfreuen,
wie jede andre Frucht betreuen.

‚) Die Anbaufläche betrug 1878 ca. 21000 ha. 1932 war sie auf 200 ha gesunken und stieg dann 1939 auf 16000 ha an. Sie ist während des Krieges noch weiter gestiegen.

Eins muß jedoch beachtet bleiben:
Der Hanfbau darf niemals vertreiben
die Brot- und Hackfrucht von den Flächen —
ein solches würd‘ sich bitter rächen!
Man geb‘ dem Hanfbau dorten statt,
wo er den rechten Standort hat!
Wo diese Flächen sind zu finden,
das soll euch jetzt die Fibel künden!

Boden und Standort

Hanf wächst — das stehe hier zuvor —
am besten auf dem Niedrungsmoor,
das ihm, da humusreich und feucht,
als idealster Standort deucht.
Es braucht der Hanf, der böse Prasser,
in seinem Leben recht viel Wasser,
das mit der tiefen Wurzel Mund
er saugt aus Moores frischem Grund.

Jedoch, so sehr er Wasser liebt,
zuviel an wasser ihn betrübt,
denn ist der Boden stauend naß,
dann bleibt der Hanf recht klein und blaß.

Wer Hanf baut auf der moore Flur,
treibt ferner echte Moorkultur,
denn eng begrenzt ist hier die wahl
in unsrer Nutzgewächse Zahl:
der Moorwirt baut Kartoffeln, Kohl,
zuweilen auch getreide wohl,
auch etwas Mais und Futterknollen —
Viel Meer ist nicht im moor zu wollen!

Und ist der Saatauflauf geglückt,
wird er vom Unkraut arg bedrückt,
man hackt und hackt, ohn‘ Rast und Stocken,
das Moor wird dadur4ch dürr und trocken.
Die Feuchtigkeit gar schnell versiegt,
das Moor wird mullig und verfliegt.
Auch wird des Moorwirts Müh‘ und Walten
stets durch das Unkraut aufgehalten.

Szene aus der lustigen Hanffibel -Moorbauer beim Jäten des Unkrauts zwischen seinem Kohl

Hier springt der starke Hanf allein
als Retter für das Moorland ein.
Er wächst sehr schnell und groß heran
weist der Kultur die rechte Bahn,
denn jede Frucht sich froh gestaltet,
wenn Hanf im Wechsel eingeschaltet,
er gibt dem Acker Schirm und Schatten,
bringt schnell das Unkraut zum Ermatten,
er hält des moores dunklen Grund
schön sauber, gar und recht gesund.
Und auch des Moors Spätfrostgefahr,
die krümmt dem Hanf kein einzig Haar.

Auch Grünland in dem Moorgebiet
ist im Ertrag oft karg und müd‘,
hier wird, sofern es gut entwässert,
durch Hanf die Leistung schnell verbessert.
Kurzum, die Moorkultur erhöht,
wer auf dem Moor mehr Hanf aussät!

Und auch auf manchen andren Flächen
beseitigt Hanf des bodens Schwächen,
sofern zuvor, ob Tal, ob Hügel,
man gut gesenkt den Wasserspiegel ²)

Wo das Getreide häufig lagert,
durch Frost, Rost oder Unkraut magert,
wo frischgebrochner Wiesenboden,
wo man den dichten Wald tat roden,
wo Wiesentäler gut drainiert,
wo einst ein Flußarm hergeführt,
wo Land man schuf aus Seen und Teichen —
da ist mit Hanf was zu erreichen!

Der Grundwasserspiegel soll vor der Saat auf etwa 50 bis 80 cm tief gesenkt sein.

Fruchtfolge und VorfruchtXXX

Das Vorgesagte läßt ersehen,
auf welchen Böden Hanf soll stehen,
und an die Vorfrucht auf dem Feld
er nur geringen Anspruch stellt.
Er steht nach Hackfrucht, Korn, Gemüse,
auch gern nach Weide oder Wiese.

Der schatt’ge hanf, und das ist klar,
stellt selbst die beste Vorfrucht dar,
denn sein Bestand, groß, breit und dicht,
erwürgt des Unkrauts schlimm Gezücht.
Er läßt, wenn er vom Acker weicht,
zurück ihn sauber, gar und feucht.

Nach hanf fühlt, frei von allen Sorgen,
Getreide sich recht wohl geborgen.

Auch Hackfrucht, die dem Hanf folgt nach,
bringt hohe Ernten allgemach,
und auch die Grassaat, zart und fein,
legt gern sich in sein Bett hinein.

Kurz, jede Saat in Hanfes Feld
bringt reiche Ernten, reiches Geld!

Und eines noch, was nicht alltäglich:
Hanf ist auch mit sich selbst verträglich;
wenn man auf gleichem Feld ihn bringt,
sein Anbau dennoch gut gelingt.

Bodenbearbeitung

Der Hanf ist kein Krumenhocker,
er liebt ein Saatfeld tief und locker,
aus dem mit seiner Wurzel Schaft,
er kräftig sich die nahrung rafft,
um dann in jugendlichen Walten
sein üppig Wachstum zu entfalten.
Um diesen Anspruch zu genügen,
soll tief im Herbst das Feld man pflügen.

Soll unser Hanf auf Grünland stehen,
mußt du im Herbst zum Umbruch gehen,
damit der Frost füllt jede Lücke
und sprengt den Boden mürb in Stücke.

Im Frühjahr sollst du dich beeilen,
die alte Narbe zu zerteilen,
hier ist, um gut es zu vollenden,
die Scheibenegge zu verwenden.

Je feiner Egg‘ und Scheibenmesser
die Klumpen schneiden um so besser!
Sind klein die dicht zerfilzten Narben,
dann braucht die Hanfsaat nicht zu darben.

Will man den Boden gut bereiten,
nehm man die Walze auch beizeiten.
Mit ihrem schwersten Exemplar
macht sie den Acker mürb und klar.
Man nehm‘ zuerst die Walze vor
besonders auf dem Niedrungsmoor,
weil dessen lockeres Gefüge,
gefestigt wird dann zur Genüge.
Die Walze gibt dem Boden Schluß,
das ist dem Hanf ein Hochgenuß;
er möchte mit der Zunge schnalzen —
so dankbar ist er für das Walzen!

Zur Düngung

Wer schnelle wächst vom Kind zum Knaben,
muß gut und reich zu essen haben,
daß Säfte sammeln Blut und Bauch —
so ist es mit dem Hanfe auch!
Es muß, soll er recht schnell gedeihn,
viel Nahrung ihm verfügbar sein,
und, da sein Appetit enorm,
auch in leicht aufnehmbarer Form.

Will man ihm gute Nahrung bringen,
muß man ihn stark mit Stickstoff düngen,
wofür er sich recht dankbar zeigt
und niemals auch zum Lagern neigt.
Auch Kalk, in mancher Form gegeben,
befördert schnell und stark sein Leben,
desgleichen will hinreichend haben
er Kali- und auch Phosphorgaben ³),
die seinen hohen Stengelteilen
verhelfen zu recht starken Seilen.

³) Man gebe etwa 3 bis 4 dz Phosphorsäure und 40%iges Kali je ha.

Bauer bei Hansäung

Auf eines aber habe acht,
daß früh der Dünger ausgebracht!
Die beste Zeit ist vor der Saat,
damit der Dünger Muße hat
sich noch vor den Bestellungszeiten
recht fein im Boden auszubreiten.

Den Dünger auf den Kopf zu streuen,
das kann den Hanf nur selten freuen,
weil dieser ihm nur wenig frommt,
da er zu spät zur Wirkung kommt.
Ist schlecht sein Wuchs an Blatt und Stengeln,
dann liegt das meist an andren Mängeln;
zum Beispiel, daß die Nässe staut,
daß ward der Boden arg versaut,
daß fehlt dem Acker guter Schluß,
wodurch der Hanf nicht kommt zum Schuß.
Kopfdüngung aber hilft hier nie
und bleibt verlor’ne Liebesmüh‘!

Auch Stallmist kann, im Herbst gegeben,
des Hanfes Wachstum kräftig heben,
weil der Bakterien große Schar
ihm bietet reiche Nahrung dar.

Doch, welcher Dünger auch genommen —
er muß früh in den Boden kommen,
denn was hilft allen Düngers Pracht,
wenn’s Wasser ihn nicht löslich macht!

Drum streue früh die Düngergabe,
das ist dem Hanf die liebste Gabe,
dann wächst er in recht kurzer Zeit
zu ausgedehnter Üppigkeit!

Sorte und Saat

Soll Hanf genügen im Ertrage,
beacht‘ man auch die Sortenfrage:
der späte Hanf wird selten trocken,
trotz noch so schön gebauter Hocken.

Die deutschen Sorten, durchgezüchtet,
sind alle frühreif ausgerichtet,
sie sind vor jeder Auslandssaat
drei Wochen früher reif zur Mahd.
Auch sollst zu solcher Sort‘ du greifen,
bei der die Samen sicher reifen,
und die nebst guten Fasersträngen
auch bringen reiche Samenmengen.

Daß finde unser Hanf im Moor
zur Keimung reichlich Wasser vor,
sä‘ mit der Drillmaschin‘ ein jeder
auf Tiefe von fünf Zentimeter,
dann kann dich auch kein Vogel narren
und ihn frech aus dem Boden scharren!
Ist so die Saat sorgsam bestellt,
führ noch die Egge übers Feld,
und dann zum Schluß ein Walzenstrich —
so ist der Saat gedeckt der Tisch!

Zur Aussaat gehe mit Frohlocken
sobald der Boden warm und trocken.
Hält Auslandssaat man nur bereit,
ist’s End April so an der Zeit,
doch Mitte Mai ist’s nicht zu spät,
wenn man nur deutsche Sorten sät.

Von Wichtigkeit beim Säenswerke
ist auch die rechte Aussaatstärke.
Die dichte Saat bringt Ackerreinheit
und ganz besondre Stengelfeinheit.
Wenn Stengel hoch und dünn gelingen,
sie auch die beste Faser bringen.

Doch schieße man nicht übers Ziel,
denn ungesund ist allzuviel,
bei wahllos draufgesäten Mengen
alle sich bedrängen.
Drum drille man, sonst wird es pleite,
auf etwa zwanzig Reihenweite
und bring an Saat dem Boden dar
so achtzig Kilo je Hektar!

Die Pflege

Kaum sind drei Wochen erst verflossen,
ist schon der Acker dicht geschlossen,
und was das Feld an Unkraut birgt,
wird durch den Hanf schnell abgewürgt.
Drum ist auch auf des Moores Land
die Pflegearbeit kaum bekannt.

Baut man den Hanf auf bind’gem Boden,
soll Hacken man und Unkraut roden,
doch rühr man hier schnell die Hände,
sonst sind zu groß schon die Bestände!

Die Ernte

Schon geht der Sommer durch das Land,
schnell reift des Hanfes Samenstand,
dann mählich sanft von unten her
die Körner werden reifeschwer.
Willst taubes Korn du hier vermeiden,
darfst du den Hanf jetzt noch nicht schneiden,
erst wenn der halbe Samenstand
erhält ein reif-graubraun Gewand,
und wenn die Körner prall sich füllen
und schaun aus ihren Blütenhüllen,
und wenn der Same bräunt sich fein!
Willst du die Ernte schnell vollführen,
mußt du sie wohl mechanisieren;
es eignet sich auf manchem Schlage
die Mähmaschin‘ mit Handablage,
selbst bei dem Hanf mit großer Länge
kommt man dabei nicht ins Gedränge.

Der Nachteil doch bei dem Geschäfte:
man braucht noch viele Arbeitskräfte,
die binden müssen und sich regen,
den Hanf schnell aus der Bahn zu fegen.

Es spart viel Arbeit, Zeit und Kraft,
wer mit dem Bindemäher schafft,
er ist jedoch nur zu verwenden
bei kleingewachsenen Hanfbeständen,
drum schufen unsere Erfinder
in Deutschland einen Hanfmähbinder,
der sauber, schön und unentwegt
den größten Hanf zu Boden legt,
mit dem sich nebenher aufs Best‘
auch das Getreide mähen läßt.

Damit die Ernte schnell wird trocken,
stellt sorgsam man den Hanf auf Hocken,
auf daß der Haufe schön sich runde,
mach‘ man an sechzehn Garbenbunde,
wenn fest sie aufgerichtet sind,
dann trotzen sie dem stärksten Wind.

Lagerung und Drufig(?)

Die Faserteile schnell zergehen,
läßt man zu lang‘ die Hocken stehen,
sie können äußerst schlecht vertragen
den Regen in des Herbstes Tagen:
die Fasern schrumpfen und verleimen,
die Körner fangen an zu keimen,
auch picken sie die Vögel raus —
drum fahr den Hanf recht bald nach Haus!
Doch mangelt hierzu Raum und Zeit,
mach eine Miete dann bereit “)
mit hoch und steil gestellten Traufen,
dann wird der Regen abwärts laufen!

Der Hanf in Mieten oder Scheunen
muß nun im Schwitzprozeß sich bräunen,
dies Stadium in seiner Bahn
hält fast sechs ganze Wochen an,
doch heilsam ist ihm diese Kur,
weil auch das Korn, das halbreif nur,
jetzt erst des daseins Zweck begreift
und schön zu vollem Samen reift.

So ward vollbracht sein kurzes Leben —
erwünscht ist, jetzo abzugeben
den Hanf mit Samen und mit Stengel,
das spart viel Arbeit und Gedrängel.
Doch wo man nicht gleich liefern kann,
fang man den Hanf zu dreschen an.

“) Grundfläche 30×12 m Höhe 10m. Mietensohle ist nach innen eingezogen, um Fäulnis durch Traufwasser zu vermeiden.

Jedoch mit dem normalen Drescher
da gäb es Splitter, Scherben, Brecher,
weil der MAschine Hals und Magen
das Hanfgebund nicht kann vertragen.
Dem Drusch des Hanfes heute dienen
die Hanfdresch-Spezialmaschinen.

Und blieb der Samen auf der Strecke,
füll‘ man ihn keineswegs in Säcke,
er würde furchtbar sich erhitzen
und jetzo sich zu Tode schwitzen,
du mußt vielmehr nach alter Sitten
ihn sorgsam auf den Boden schütten ²‘)
und durch der Hände fleißig Walten
ihn schaufeln und lebendig halten,
was anfangser in seiner Lage
verlangt an jedem zweiten Tage.
Um das Zertreten zu vermeiden,
soll man die Schuh mit Filz bekleiden.
Derselbe Zweck wird auch erfüllt,
wenn sie mit altem Sack umhüllt.

Hanfsamen ist erst lagerfest,
wenn ihn die Feuchtigkeit verläßt,
das heißt, wenn sank zum guten End‘
die Feuchtigkeit auf acht Prozent!

²‘) in etwa 25 cm Höhe

Ablieferung und Preis

Des Hanfes weiteres Geschick
vollzieht sich in der Hanffabrik,
mit ihr, zwecks Absatz und Verkauf,
nimm zeitig die Verbindung auf!

Ist die Fabrik in nahen Lagen,
dann lad den Hanf auf deinen Wagen
und fahre selber, gut gebunden,
das Hanfstroh in ein paar Stunden,
nur Hanf, von ferne hergebracht,
erhält vergütet seine Fracht ³‘)

³‘) Die Bahnfracht wird gewöhnlich erst bei einer Entfernun von 10 km vergütet.

Ein jeder, der heut HAnfbau treibt,
nie auf den Stengeln sitzen bleibt,
weil Hanf zu aller Nutz und Frommen
wird einem jeden abgenommen.

Wie’s nach der Ordnung sich gebührt,
ist auch ein Festpreis garantiert,
wobei die gute Qualität
auch höher noch im Preise steht.
Drum soll ein jeder danach sinnen,
nur beste Faser zu gewinnen!

So bringt der Hanf, der groß und stark,
viel Rohstoff uns und manche Mark!

Hier könnt ihr die ganze Fibel downloaden 

 

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